Die Kulturfreunde der Region folgen beim Münsterlandfestival 2009 der Vogelfluglinie, zumindest gedanklich und emotional. Nach dem Baltikum und Polen, die 2008 im Mittelpunkt des Münsterlandfestivals standen, wird der Ostseeraum in diesem Jahr weiter erkundet: Als Festivalregion sind beim Münsterlandfestival in 2009 die skandinavischen Länder Dänemark, Schweden und Norwegen zu Gast. „Es ist ein frischer Nordwind, der in diesem Herbst durch das Münsterland weht“, verspricht Festivalleiterin Christine Sörries. Denn die nordischen Staaten haben noch so viel mehr zu bieten als formschönes Design und spannende Krimis: Hier bieten sich auch neue Impulse in Sachen Graphik, Kino und Poesie, Weltmusik, Klassik und Jazz und Klassik – mit insgesamt etwa 50 Veranstaltungen an 25 Orten während des Münsterlandfestivals in 2009.
Dazu wird in 2009 eine neue kulturelle Brücke über Fehmarnsund und Öresund geschlagen, die in beiden Richtungen „befahrbar“ ist: Herausragende Künstler aus der Festivalregion kommen ins Münsterland, und hiesige Kulturschaffende setzen sich mit dem hohen Norden Europas auseinander. Wie fesselnd das sein wird, bringt der Slogan „HypNORDisch“ auf den Punkt: Die gezielte mentale Beeinflussung des Festivalpublikums lässt die beliebten Urlaubsländer in neuem Licht erscheinen, die dänische Nordseeküste inklusive.
Eröffnet wird das Festival am 28. August 2009 mit den Weltstars Nils Petter Molvaer und Bugge Wesseltoft im Rock und Popmuseum in Gronau. Als Highlight des Münsterlandfestivals gastiert Rebekka Bakken (Foto) am 8. Oktober 2009 in Coesfeld.
Zum Münsterlandfestival in 2009 öffnen wieder Schlösser, Burgen und Herrenhäuser, Museen, Kinos und Kunstvereine der vier Münsterlandkreise, aber auch in der Stadt Münster selbst ihre Türen und Tore. Das Festival ermöglicht seinem Publikum die intensive Auseinandersetzung mit den Traditionen, der vielschichtigen Gegenwart und den Lebensverhältnissen jener drei Nationen, die bei allen Ähnlichkeiten doch eine ganz eigene spezifische Identität aufweisen. Und die Beispiele aus dem Festivalprogramm belegen einmal mehr: In der Kunst gibt es sehr viel mehr Verbindendes als Trennendes.